Gesunde Mitarbeiter bedeuten gesunde Betriebe

Das Verhältnis von Gesundheit und Arbeit wandelt sich ständig. Dieser Wandel stellt auch die Arbeitsmedizin vor immer neue Herausforderungen. „Der Arbeitsmedizinische Dienst Salzburg leistet diesbezüglich seit zehn Jahren erstklassige Arbeit in den Betrieben“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler anlässlich des Jubiläums. „Wir unterstützen das Ziel des AMD das Zentrum für gesundes Arbeiten in Salzburg zu werden und werden gemeinsam mit dem Sozialpartner ein Projekt für alternsgerechtes Arbeiten in Angriff nehmen“, so Pichler.

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Psychische Belastungen nehmen zu

Gesundheit und Arbeit stehen von je her in einem Wechselspiel zueinander, haben sich jedoch im Laufe der Geschichte gewandelt. Körperliche Belastungen treten immer mehr in den Hintergrund, während psychische Belastungen zunehmen. Dies zeigen nicht nur europaweite Studien, sondern sind auch Ergebnis des Salzburger Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer. In einer repräsentativen Umfrage werden hier jährlich Arbeitnehmer zu ihrer Arbeitszufriedenheit befragt.

Wirft man einen genauen Blick auf den Arbeitsklimaindex und vergleicht den Untersuchungszeitraum von 1998 bis 2005, ist zu erkennen, dass die Arbeitnehmer weniger physischen Belastungen ausgesetzt sind als etwa psychischen. Beispielsweise schätzen die Salzburger Arbeitnehmer die Unfalls- oder Verletzungsgefahr am Arbeitsplatz nur mehr sehr gering ein.
Der Schuh drückt heute eher im klimatischen Bereich. „Führungsstil, mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten, insbesondere die Möglichkeiten den Arbeitsablauf mitzubestimmen und alternsgerechtes Arbeiten sind Themen, derer man sich in Zukunft mehr annehmen wird müssen“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler.

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Zeitdruck und ständig veränderte Arbeitsabläufe sind Belastungsfaktoren Nummer Eins

Zeitdruck in der Arbeit zählt noch immer zum Belastungsfaktor Nummer Eins, gefolgt von technischen oder organisatorischen Veränderungen ohne die Mitarbeiter ausreichend darauf vorzubereiten.

Diese Faktoren, wie Stress, wenig Möglichkeiten mitzubestimmen, ständig sich verändernde Arbeitsabläufe und eine schlechte Personalführung drücken jedoch auf die Psyche der Mitarbeiter – gerade besonders betroffen sind hier vor allem junge Mitarbeiter und ältere Arbeitnehmer.
Jüngere Arbeitnehmer bewerteten beispielsweise die Zufriedenheit mit ihren Rechten und ihrem sozialem Status sehr negativ. Arbeitnehmer ab 45 Jahren sehen für sich kaum mehr Entwicklungschancen.

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Gemeinsames Projekt: Alternsgerechte Arbeitswelt Salzburg

Nicht nur die Erkenntnisse aus dem Salzburger Arbeitsklimaindex der AK, sondern auch die demografischen Entwicklungen zeigen den Handlungsbedarf. Immer mehr Menschen werden immer älter und müssen länger arbeiten. So rechnet Landesstatistiker Raos damit, dass sich der Anteil der Erwerbstätigen im Alter von 45 bis 65 Jahre in Salzburg von 28% (2001) auf bereits 36% (2010) erhöhen wird.

„Der AMD, das zeigt tagtäglich seine Arbeit, verfügt über ausreichende Kernkompetenzen um Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der gesundheitlichen Vorsorge und dem Erhalt der Gesundheit zu unterstützen“, so AK-Direktor Gerhard Schmidt. „Ziel muss es sein eine Arbeitswelt zu fördern, die allen Arbeitsgruppen und Altersgruppen entspricht“.

Mit dem gemeinsamen Projekt „Alternsgerechte Arbeitswelt Salzburg“ von Arbeiter- und Wirtschaftskammer – in das Land Salzburg und die Sozialversicherungen einbezogen werden sollen – werden nun erste Schritte für ein alternsgerechtes Arbeiten gesetzt. Die Konzepterstellung dazu hat der AMD übernommen.

„Der AMD hat sich als eine nicht mehr wegzudenkende Einrichtung für Salzburgs Wirtschaft und Arbeitnehmer etabliert“, sagt Schmidt. „Wir können nur alle Firmen dazu aufrufen, die Dienste des AMD in Anspruch zu nehmen. Denn dies bedeutet eine Win-Win Situation für alle – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber“.

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