Bildung ist der Schlüssel zu Wohlbefinden und Fortkommen

„Bildung macht zufriedener. Das ist das Fazit unserer Schwerpunktuntersuchung Bildung beim Arbeitsklimaindex“, sagt Präsident Siegfried Pichler zur jüngsten AK-Analyse. „Die Befragung beweist schwarz auf weiß, wie richtig wir mit unserer Stoßrichtung in Sachen Bildung liegen. Nämlich: es muss massiv in die Ausbildung und Weiterbildung der Menschen investiert werden – gerade in Zeiten der Krise darf nicht ausgerechnet bei den Zukunftschancen gespart werden!“, sagt der AK-Präsident.

zum Seitenanfang

Arbeitsklimaindex 2008: Bildung steigert Lebenszufriedenheit

Egal ob beim Einkommen, der Lebenszufriedenheit allgemein, der Zufriedenheit im Job – die Antworten der befragten Salzburger ziehen sich in ihrer Aussage wie ein roter Faden durch die Untersuchung: „Eine entsprechende Bildung ist quasi der Schlüssel für qualifiziertere Tätigkeiten, die häufig neben einem höheren Einkommen mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten, weniger körperliche Belastungen, Arbeitsplatzsicherheit und letztlich mehr Lebensqualität bieten“, fasst die Autorin Hilla Lindhuber zusammen.

Im Schwerpunkt-Arbeitsklimaindex wurde der Zusammenhang zwischen Bildungsabschlüssen und Arbeitszufriedenheit sowie allgemeiner Zufriedenheit der Salzburger Beschäftigten mit beruflichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten erfragt. AK-Präsident Siegfried Pichler. „Der Arbeitklimaindex spiegelt die gesellschaftlichen Fakten und Tendenzen wider. Damit liefert die Arbeiterkammer Daten und Fakten für das Bundesland Salzburg, damit die gesellschaftliche Entwicklung vorangetrieben wird. Statt zu resignieren müssen in der Krise noch mehr statt weniger Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten und genützt werden. Der Bildungsscheck, aber vor allem auch die Lehre mit Matura sind wichtige Weichenstellungen, denen weitere folgen müssen!“

zum Seitenanfang

Beispiele aus dem Arbeitsklima-Index Bildung

Ausbildung und Zufriedenheit im Job:

Das niedrigste tätigkeitsbezogene Wohlbefinden haben Personen, deren Bildungsniveau nicht über den Pflichtschulabschluss hinausgeht. Nach Geschlechtern: am höchsten zufrieden sind (sehr) gut ausgebildete Männer – am unzufriedensten Frauen mit nur Pflichtschulausbildung.

Durchschnitt der Salzburger Bevölkerung 2008: 115 Indexpunkte

  • Beschäftigte mit Hochschulabschluss: sehr hoch/121
  • Maturanten sowie Fachschul-Absolventen: überdurchschnittlich/118
  • Pflichtschulabschluss: sehr niedrig/111

Allgemeine Zufriedenheit

Augenfällig ist, dass Personen mit Pflichtschulabschluss sowie abgeschlossener Lehre deutlich weniger zufrieden sind: Nur 12 Prozent der Beschäftigten mit Pflichtschulabschluss sind mit ihren Rechten als Arbeitnehmer gegenüber dem Arbeitgeber sehr zufrieden, bei jenen mit Matura oder Hochschulabschluss sind es 20 Prozent. Noch deutlicher wird das Bild hinsichtlich der Zufriedenheit mit der sozialen Position: 7 Prozent der Beschäftigten mit Pflichtschulabschluss, aber 23 Prozent jener mit Matura oder Hochschulabschluss sind sehr zufrieden.

Bildungsniveau und Beschäftigung / berufliche Stellung

Hilfsarbeiter und -arbeiterinnen sind von Arbeitslosigkeit stärker betroffen als etwa qualifizierte Angestellte (einmal arbeitslos in den letzten Monaten: 21 Prozent der Befragten mit Pflichtschulabschluss; 12 Prozent mit Lehrabschluss; 6 Prozent mit Matura und Uniabschluss)

Fast die Hälfte der Befragten mit lediglich Pflichtschulabschluss sind als Hilfsarbeiter beschäftigt (47,8%), 20,4 Prozent Facharbeiter, 25,4 Prozent einfache Angestellte. In allen anderen Bildungsstufen ist der Anteil an Hilfsarbeit erwartungsgemäß bei weitem kleiner – umgekehrt steigt der Anteil an qualifizierten Angestellten

Auskommen mit dem Einkommen

Insgesamt machten Salzburgs Beschäftigten 2008 neben den gedämpften Erwartungen an die wirtschaftliche Zukunft auch die Teuerung und die Steuerlast zu schaffen: Löhne und Gehälter sind zwar gestiegen, die Zufriedenheit mit dem Einkommen sinkt aber drastisch ab und erreicht den schlechtesten Wert seit Erhebungsbeginn: Noch nie waren Salzburgers Arbeitnehmende mit ihrem Einkommen so wenig zufrieden.
Die schlechtesten Werte weisen Beschäftigte mit nur Pflichtschulabschluss auf. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass fast 50 Prozent aus dieser Personengruppe als Hilfsarbeiter und -arbeiterinnen tätig sind.
Grundsätzlich sind Frauen quer durch alle Bildungsschichten deutlich weniger zufrieden als Männer. Allerdings reicht für jede 5. Frau mit Pflichtschulabschluss das Einkommen nicht zur Bedürfnisdeckung aus!

  • Drucken Weiterleiten | Mehr

Anfrage zum Artikel

*
*
*
*
*
*
*
*
*

Anfrage zum Artikel



Danke - Ihre Anfrage wurde weitergeleitet.