Einkommen in Salzburg: Wenig Erfreuliches für Frauen

Die Gründe für die Einkommensunterschiede von Frauen und Männern sind vielschichtig: eine unvorteilhafte Berufswahl in jungen Jahren, Beschäftigung in Dienstleistungsbranchen und typischen Frauenberufen, Babypausen, eine Teilzeitquote von 45,5 % (bei Männer übrigens 8,6 %) und und und. Wie sich die Einkommen der Frauen im Jahr 2009 (weiter)entwickelten, offenbart der aktuelle Einkommensbericht der AK Salzburg.

Beim Medianeinkommen der Frauen liegt Salzburg österreichweit auf dem dritten Platz. Das Bruttomedianeinkommen beträgt 1.443 Euro; nur in Wien (1.714 Euro) und Vorarlberg (1.479 Euro) verdienen Frauen besser. Der Abstand zum bundesweiten weiblichen Medianeinkommen ist bei minus 2,7 Prozent gegenüber 2008 gleich geblieben.

Bei den Zuwächsen von 2008 auf 2009 liegen die Frauen vor den Männern: Sie verzeichnen ein Plus von 2,4 Prozent, die Männer nur von 1,7 Prozent. Besonders gut abgeschnitten haben die weiblichen Angestellten mit einem Zuwachs von 3,9 Prozent, der Einkommenszuwachs der männlichen Angestellten beträgt nur 1,9 Prozent.

Die Geschlechterschere („Gender Pay Gap“) hat sich von 2008 auf 2009 geschlossen – um magere 0,4 Prozentpunkte. Nach wie vor verdienen Frauen um ein Drittel – exakt 33,3 Prozent - weniger als Männer. In Zahlen: 1.443 Euro versus 2.163 Euro. Innerhalb der Berufsgruppen ist der Unterschied bei den ArbeiterInnen (- 33,7 %) nicht so stark ausgeprägt wie bei den Angestellten (- 43,8 %). Im österreichischen Schnitt beträgt der Abstand 32,9 Prozent, am höchsten ist er mit 39,0 Prozent in Oberösterreich, am geringsten mit 23 Prozent in Wien.

In den Salzburger Bezirken ist der Abstand am höchsten im Tennengau mit 40,0 Prozent, gefolgt vom Flachgau mit 36,3 Prozent. In der Stadt Salzburg beträgt er 32,7 Prozent, Innergebirg zwischen 26,6 und 32,2 Prozent.

Seit 1990 sind die Salzburger Medianeinkommen der Männer um 68,2 Prozent gestiegen, jene der Frauen nur um 62,4 Prozent. Anders ausgedrückt: in dieser Zeit wuchs das Einkommen der Männer um 322 Euro monatlich mehr als das der Frauen.

Ein „statistischer Klassiker“ sind die Einkommensverläufe nach Alter und Geschlecht: Arbeiterinnen erreichen den Zenit von 1.377 Euro zwischen 25 und 29 Jahren, dann folgt der familienbedingte Knick. Ähnlich verläuft die Kurve bei den weiblichen Angestellten, allerdings erreichen sie nach einem Tief zwischen 35 und 39 Jahren wieder ein Hoch zwischen 55 und 59 Jahren.

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