Gemeinsame Anstrengungen für die Facharbeiter der Zukunft
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„Facharbeit hat Zukunft. Offensive für Salzburg“: Unter diesem Titel hat AK-Präsident Siegfried Pichler die Spitzen des Landes, Sozialpartner und das AMS zu einem Dialog eingeladen.
Konsens in 13 Punkten
Einig war man sich: Der zukünftige Facharbeiterbedarf kann langfristig nur durch einen Ausbau und der Sicherung der Qualität von Aus- und Weiterbildung gedeckt werden. Initiativen für die Ausschöpfung des Potenzials heimischer Arbeitskräfte haben Priorität.
Landeshauptfrau Gabi Burgstaller betonte, dass sie bei der Diskussion über Facharbeiter an konkreten Lösungen und Ergebnissen interessiert sei. „Wir müssen Nägel mit Köpfen machen!“. Ein erster Schritt in diese Richtung ist getan.
Die übereinstimmenden Positionen wurden in 13 Punkten festgehalten, die beim kommenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktbeirat zu verbindlichen Beschlüssen führen sollen. AK-Präsident Siegfried Pichler zeigte sich zufrieden: „Wir haben Gemeinsames vor Trennendes gestellt und einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Ergebnisse sind ein guter Start für gemeinsame Lösungen, damit wir in einigen Jahren keinen Facharbeitermangel mehr diskutieren müssen!“
Die Punkte im Detail
- Zukünftiger Bedarf: Auf Initiative von LHF Gabi Burgstaller werden Sozialpartner und Experten des Landes gemeinsam die Zahlen über den in Zukunft benötigten Bedarf außer Streit stellen.
- Landesstrategieplan: Die Vorschläge – insbesondere der Sozialpartner – in Fragen der dualen und trialen Ausbildung sollen in den Landesstrategieplan Bildung eingearbeitet werden.
- Überbetriebliche Ausbildung als Ergänzung: Das Land unterstützt im Rahmen seiner Möglichkeiten Maßnahmen zur Ergängzung der dualen Ausbildung. Gemeinsam mit den Betrieben sollen betriebsexterne Module (triale Ausbildungsformen) angeboten werden.
- Kaprun: Das Facharbeitszentrum Kaprun (FAZ) der AK soll, auch mit Bundesmitteln, erweitert werden.
- Bundesmittel abholen: Die Einreichung von konkreten Projekten und Maßnahmen sollen Salzburg Bundesmittel zur Förderung der Facharbeit sichern.
- Ausbau der Stiftungen: Arbeitsstiftungen sollen verstärkt für die Sicherung des Facharbeiterbedarfs herangezogen und entsprechend aufgestockt werden.
- Weiterbildung: Ein Teil der Facharbeiterlücke soll durch eine weitere Verstärkung von Angebotenim Bereich der Höher- bzw. Zusatzqualifikationen geschlossen werden.
- Besseres Image: durch gemeinsame Anstrengungen soll das Image der Lehre aufgewertet werden.
- Lehre mit Matura: In speziellen Bereichen sollen Lehrlinge parallel zu ihrer Ausbildung zur Matura (über die Berufsreifeprüfung) geführt werden.
- Berufsorientierung: Ein Angelpunkt für die Verbesserung des Lehrangebotes ist die Berufsorientierung!
- Integration: Jugendliche der zweiten und dritten Generation müssen besser integriert werden, etwa durch Projekte an Polytechnischen Schulen.
- Frauen in die Technik: Das Land wird auf Initiative von Landesrätin Erika Scharer im Rahmen des Projektes „Frauen in die Technik“ konkret fünf Lehrplätze für Mädchen im Metallbereich speziell unterstützen.
- Verbindliche Beschlüsse: Alle genannten Punkte sollen durch entsprechende Vorarbeiten von Sozialpartnern und AMS bis zum nächsten Wirtschafts- und Arbeitsmarktbeirat, der im Zeichen der Facharbeiterdiskussion stehen wird, abgeschlossen werden, um dort zu verbindlichen Beschlüssen zu kommen.
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