Arbeitsmarktentwicklung: Handel zieht mit Industrie fast gleich
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Der Handel ist eine wesentliche Stütze im Flachgauer Arbeitsmarkt und hat beinahe mit dem Spitzenreiter, was Arbeitsplätze betrifft, Industrie und Gewerbe gleichgezogen. Dort gingen 9 Prozent der Arbeitsplätze gegenüber dem Sommer 2008 verloren. „Das ist ein starker Einbruch gegenüber dem gesamten Rückgang von 2,9 Prozent im Bezirk“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler.
- Handel schließt auf
- Betriebsstruktur
- 2004 bis 2009: Nur mittlere Dynamik
- Hälfte der Arbeitslosen im Zentralraum
Im Flachgau ist die Zahl der Arbeitsplätze gegenüber dem Sommer 2008 um 2,9 Prozent oder oder 1.610 Jobs gesunken. Spitzenreiter beim Arbeitsplatzverlust ist der produzierende Sektor (Industrie und Gewerbe) mit einem Minus von 9 Prozent (oder 1.281 Arbeitsplätze), Der Rückgang von 2,1 Prozent bei den Arbeitskräfteüberlassern muss auch zum Großteil diesem Bereich zugeordnet werden. „Diese Rückgänge sind ein schmerzhafter Verlust für den Bezirk!“, so Pichler. Rückgänge gab es auch im Verkehrsbereich mit einem Minus von 6,5 Prozent, im Tourismus (- 4,5 Prozent) und am Bau (- 3,1 Prozent).
zum SeitenanfangHandel schließt auf
Nach wie vor ist der industriell-gewerbliche Bereich im Flachgau das Rückgrat des regionalen Arbeitsmarktes mit 13.010 Arbeitsplätzen und einem Anteil an der Beschäftigung von 24,5 Prozent. Interessant ist: Beinahe gleichgezogen hat der Handel mit 22,6 Prozent (das sind 12.029 Arbeitsplätze, der somit der zweitgrößte Arbeitgeber der Region ist (Stand Juli 2009). Die Zahl der Beschäftigten im Handel ist von Juli 2008 auf Juli 2009 so gut wie konstant geblieben (11 Personen oder 0,1 Prozent weniger.)
Über dem Landesschnitt liegt die Bauwirtschaft mit einem Anteil am Arbeitsmarkt von 8,9 Prozent und der Verkehrsbereich mit 7,7, Prozent.
Betriebsstruktur
Obwohl jeder dritte Arbeitnehmer im Flachgau in einem Großbetrieb mit mehr als 100 Beschäftigten arbeitet, ist die Struktur überwiegend kleinbetrieblich. Mehr als 90 Prozent der Firmen haben weniger als zwanzig Beschäftigte, und zwei Drittel weniger als fünf.
Die im Flachgau wohnenden Beschäftigten sind zu mehr als die Hälfte Pendler: 30.000 Arbeitnehmer haben ihren Arbeitsplatz außerhalb der Bezirksgrenzen, mehr als 80 Prozent davon pendeln in die Stadt Salzburg.
2004 bis 2009: Nur mittlere Dynamik
Im Fünfjahres-Vergleich liegt die Arbeitsmarktentwicklung im Flachgau nur knapp über dem Salzburger Landesschnitt von plus 5,8 Prozent. Der Bezirk hat 3.061 Arbeitsplätze dazubekommen, das ist ein Plus von 6,1 Prozent. Dynamischer haben sich der Pinzgau mit plus 8,7 Prozent und der Pongau mit plus 7,8 Prozent entwickelt.
Unterdurchschnittlich war die Zunahme an Arbeitsplätzen in der Stadt Salzburg (plus 4,4 Prozent), im Tennengau (plus 4,2 Prozent) und im Lungau (plus 3,2 Prozent).
Keine Flachgauer Eigenheit ist die Tatsache, dass sich die Frauenbeschäftigung (plus 7,9 Prozent) dynamischer entwickelt als jene der Männer (plus 4,9 Prozent).
Hälfte der Arbeitslosen im Zentralraum
Von der AMS-Statistik wird die Stadt Salzburg und der Flachgau gemeinsam als Zentralraum erhoben. Dieser war natürlich 2009 auch von der Krise geprägt. „Seit September 2008 sind die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich gestiegen“, erläutert Pichler, „und haben Anfang dieses Jahres Spitzenwerte erreicht.“
Ende März 2010 sind 6.051 Personen im Zentralraum arbeitslos, im März des Vorjahres waren es 6.438; diese leichte Entspannung entspricht einem Rückgang von 6 Prozent. Rechnet man jene Arbeitslosen dazu, die an Schulungen teilnehmen, sind es insgesamt 8.153 Arbeitslose, der Rückgang gegenüber 2009 beträgt dann nur mehr 2,1 Prozent.
Vergleicht man den März 2008 mit jenem von 2010, ergibt sich ein dramatischeres Bild: In diesem Zeitraum ist die Zahl der Arbeitslosen um mehr als ein Drittel, nämlich um 35,6 Prozent oder 1.587 Personen gestiegen. Die regionale Arbeitslosenquote betrug im Februar 2008 noch 4,3 Prozent, im Februar diesen Jahres 6,2 Prozent.
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