Beschäftigung steigt, aber um ein Viertel mehr Arbeitslose wie 2008

Eine aktuelle AK-Analyse der Flachgauer Wirtschaftsdaten für Salzburgs nördlichsten Bezirk zeigt: Die Arbeitslosigkeit sinkt bereits das zweite Jahr in Folge, seit 2010 um knapp 7, seit 2009 um mehr als 12 Prozent. Trotzdem sind heute um ein Viertel mehr Menschen ohne Beschäftigung als vor drei Jahren. Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, sind es seit 2008 sogar um über ein Drittel mehr. Positiv die Beschäftigungsentwicklung mit einem Plus von 670 Jobs seit Sommer 2009. „Diese Entwicklung macht Mut, denn jeder Arbeitslose weniger und jeder zusätzliche Job sind gute Nachrichten, trotzdem sind wir von den Werten vor der Krise noch meilenweit entfernt“, sagt AK-Präsident Pichler im Rahmen seines Bezirksbesuches am 7. April im Flachgau.

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AK-Analyse: Arbeitslosigkeit sinkt stetig

Eine aktuelle Analyse der Arbeiterkammer zu den Wirtschaftsdaten des Flachgaus zeigt, dass die Arbeitslosigkeit stetig sinkt, bereits das zweite Jahr in Folge. Auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung, sind derzeit doch um 7,1 Prozent weniger Menschen ohne Beschäftigung als noch im März 2010 und sogar um mehr als 12 Prozent weniger als 2009. Trotzdem gibt es für Siegfried Pichler keinen Anlass für Jubelmeldungen: „Momentan sind im Zentralraum Salzburg (Stadt+Flachgau) rund 5.600 Menschen ohne Job“, sagt der AK-Präsident, „somit liegt die derzeitige Arbeitslosenzahl im Dreijahres-Vergleich um 26 Prozent über den Werten vor der Krise im Frühjahr 2008.“ Rechnet man die Schulungsteilnehmer dazu, dann beträgt die Zahl der Beschäftigungslosen 7.806.
Positiv die Beschäftigungsentwicklung: Seit Juli 2009 sind 670 neue Jobs (+1,3 Prozent) entstanden, der Löwenanteil mit 484 neu geschaffenen Arbeitsplätzen entfällt dabei auf den Handel.

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Arbeitslosigkeit immer noch höher als vor der Krise

Wie schwer und nachhaltig die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise auch Salzburgs nördlichstem Bezirk geschadet hat, zeigt der Dreijahres-Vergleich. Zwar sinken die Arbeitslosenzahlen bereits das zweite Jahr in Folge, allerdings sind immer noch um 26 Prozent mehr Personen (1.160) arbeitslos als im März 2008 vor der Krise, wo die Folgen der Krise noch nicht spürbar waren. Ende März 2011 waren im Zentralraum Salzburg (der Flachgau wird vom AMS gemeinsam mit der Stadt Salzburg erhoben) 5.624 Personen ohne Beschäftigung vorgemerkt. Verglichen mit dem März des Vorjahres, kam es zu einem Rückgang von 7,1 Prozent oder 427 Personen. Gegenüber März 2009 sind 814 Menschen (oder 12,6 Prozent) weniger ohne Beschäftigung.

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Arbeitslose inklusive Schulungsteilnehmer

Zählt man zu den Arbeitslosen die Schulungsteilnehmer dazu, zeigt sich, dass zurzeit 7.806 Personen im Zentralraum Salzburg von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Es ergibt sich daher ein Rückgang der Arbeitslosen plus Schulungsteilnehmer von lediglich 4,3 Prozent (347 Beschäftigte). Auch für diese Statistik gilt: Weiterhin sind immer noch deutlich mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als vor der Krise. Gegenüber dem März 2008 stieg die Zahl der Arbeitslosen + Schulungsteilnehmer um 1.947 Menschen oder 33,2 Prozent.

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Handel hält Beschäftigungsentwicklung hoch

Nach den Rückgängen der letzten Jahre kam es gegenüber Juli 2009 im Flachgau zu einem Arbeitsplatzzuwachs von 1, 3 Prozent, was 670 neuen Stellen entspricht. Lediglich in knapp der Hälfte der Gemeinden ist ein Plus an neuen Jobs zu verzeichnen, einige Orte hatten mit Rückgängen zu kämpfen. Der Großteil der Verluste entfiel auf Thalgau (-86 Arbeitsplätze), Grödig (-64), Bergheim (-51) oder Bürmoos (-50). Ausgeglichen wurden diese vor allem durch Zuwächse in Wals-Siezenheim (+296), Neumarkt (+138), Fuschl (+86) und Lamprechtshausen (+85).

Verantwortlich für den Löwenanteil des Zuwachses war der Handel mit einem Plus von 4 Prozent (484 Jobs). Positive Entwicklungen sind auch im Tourismus (+ 3,6 Prozent oder 133 Stellen) sowie in der öffentlichen Verwaltung (+3,1 Prozent oder 71 Arbeitsplätze) zu konstatieren.

Die zwei größten Wirtschaftsbereiche, die im Flachgau als Arbeitgeber fungieren und damit die Stützen des regionalen Arbeitsmarktes bilden, sind der industriell gewerbliche Bereich (24,2 Prozent der Beschäftigten) und der Handel (23,1 Prozent). Interessant ist, dass letzterer im Strukturanteil fast schon gleichgezogen hat und tendenziell weiter zunimmt. Über dem landesdurchschnittlichen Anteil liegen auch die Bauwirtschaft und der Verkehrsbereich (8,5 und 7,3 Prozent).

Längerfristig sind seit 2005 im Flachgau 2.640 Arbeitsplätze (+5,1 Prozent) neu entstanden. Der Bezirk ist damit in diesem Zeitraum knapp hinter der landesdurchschnittlichen Entwicklung (+7,1 Prozent) gelegen. Der langfristige Arbeitsplatzzuwachs im Flachgau konzentriert sich mit einem Plus von +1.026 Arbeitsplätzen oder +9 Prozent vor allem auf den Handel.

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