Frauenpolitik: Eine Frage der Gerechtigkeit
-
|
Mehr
Bei der sechsten Vollversammlung der AK Salzburg im Mai beschäftigten sich gleich mehrere Anträge mit Frauenanliegen:
So wurde zum Beispiel die Einführung einer Frauenquote auch für privatwirtschaftlich geführte Unternehmen gefordert. Die aktuelle Regelung thematisiert hauptsächlich die mangelnde Repräsentation im öffentlichen Bereich. Jetzt sollen auch in Vorständen und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften sowie in bestimmten GmbHs verpflichtend mindestens 40 Prozent Frauen sitzen. Der Antrag wurde dem frauenpolitischen Ausschuss der AK zugewiesen.
Ebenfalls laut wurde bei der KVV der Ruf nach mehr Kinderbetreuung: Investitionen in Kinderbetreuung lohnen sich – auch 2011 Bundesmittel für den Kinderbetreuungsausbau zur Verfügung stellen, so der Titel des zugehörigen Antrags. Die Bundesregierung soll auch 2011 wieder budgetäre Mittel für mehr Kinderbetreuung in die Hand nehmen. Vor allem weil die bisher erfolgte Anstoßfinanzierung sich als sehr erfolgreich erwiesen hat. Die Betreuungsplätze für unter 3jährige haben sich zum Beispiel zwischen 2007 und 2009 vervierfacht. Das sahen auch die Kammerräte so: Antrag angenommen.
Nicht zuletzt gehören Barrieren bei der Väterbeteiligung beseitigt. Denn die Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung ist ein wichtiger Schritt zur faktischen Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt. Von Arbeitgebern, Vorgesetzten sowie Kolleginnen und Kollegen vorgegebene Rollenmuster machen es Vätern oft schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren. Gefordert wurde ein umfassendes Maßnahmenpaket für mehr Väterbeteiligung. Dieser Antrag wurde ebenfalls von der KVV bestätigt.
Kontakt:
Frauenpolitisches Referat der AK Salzburg
Mag. Dr. Stephanie Posch LLB. oec.
0662 8687 – 410
stephanie.posch@ak-salzburg.at
-
|
Mehr

