Gefährliche Substanzen im Alltag

Die moderne Welt der Chemie ist für Konsumenten und im Arbeitsprozess oft nur schwer oder gar nicht durchschaubar. Die Menschen sind verunsichert und haben Angst um die Gesundheit. Krank machende, sogar krebserregende Stoffe in Textilien, Möbeln und vor allem am Arbeitsplatz, Weichmacher im Spielzeug, Allergieauslöser in Lebensmitteln… all das sind nur einige Stichworte zum Umfang der Problematik. Tatsächlich grassieren derzeit über 30.000 verschiedene Substanzen, über deren Schädlichkeit und Auswirkungen wenig bekannt ist.

Mit Verordnungen und Gesetzesänderungen will die Europäische Union für Transparenz und mehr Sicherheit sorgen. Kritiker befürchten allerdings, dass die EU dabei zu wenig Biss habe. Jedenfalls sollen unter anderem zwei neue Systeme umgesetzt werden, die der Klassifizierung von Chemikalien und deren Gefahren dienen (siehe Links): GHS und REACH, was übrigens auch zu neuen Gefahrensymbolen führen wird.

Info-Recht für Konsumenten!
Bereits seit einem Jahr haben Konsumenten auch das Recht, vom Händler innerhalb von 45 Tagen über potentiell bedenkliche Chemikalien in Waren informiert zu werden. Doch diese Regelung ist den Verbrauchern, ebenso wie die REACH-Chemikalienliste, kaum bekannt. Das bemerken die Konsumentenschützer der AK im Beratungsalltag. Für sie ist die REACH-Liste außerdem nur ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht genug: auf der Liste seien vor allem noch viel zu wenige der potenziell gefährlichen Substanzen erfasst und es mangele auch an nachfolgenden Schritten.

REACH - was ist das?

Das Wort „REACH“ ist die Abkürzung für Registrierung („Registration“), Bewertung („Evaluation“) und Zulassung („Authorisation“) von Chemikalien (Chemicals). Die seit 1. Juni 2007 geltende REACH-Verordnung verlangt von Unternehmen, die einen chemischen Stoff in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr herstellen oder importieren, diesen Stoff in einer zentralen Datenbank registrieren zu lassen.

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