Notwendige Reformen im Pflegesystem
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Derzeit gibt es in Österreich ca. 433.000 Bundes- und LandespflegegeldbezieherInnen, davon werden ca. 75 % der Pflegebedürftigen von ihren Angehörigen, in erster Linie von Frauen, betreut und gepflegt.
Studien des WIFO zeigen, dass die Finanzierung der österreichischen Pflegevorsorge durch die demografische Entwicklung zunehmend unter Druck gerät. Bis zum Jahr 2030 ist von Kostensteigerungen zwischen 66 % und 207 % im österreichischen Pflegesystem auszugehen.
Die AK Salzburg macht schon seit langem darauf aufmerksam, dass die bestehenden Entlastungs- bzw. Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige mangelhaft sind. Es braucht verbesserte Rahmenbedingungen und Unterstützungsleistungen sowie eine verbesserte arbeits- und sozialrechtlichen Absicherung. Im Rahmen einer Neustrukturierung und –finanzierung des österreichischen Pflegesystems muss die Verantwortung für die Betreuung und Pflege verstärkt als öffentliche Aufgabe wahrgenommen werden.
Unsere Forderungen für pflegende Angehörige:
- Rechtsanspruch auf Erholungsurlaub durch entsprechende kostenlose Ersatzpflegeleistungen
- Rechtsanspruch auf Beratungsleistungen, Pflegekurse sowie kostenloses Coaching und psychologische Beratungen
- Verbesserung der Sozialen Absicherung (u.a. Einbeziehung in die gesetzliche Unfallversicherung)
- Einführung einer Pflegekarenz mit Lohnersatzleistung
- Schaffung von vollversicherten Arbeitsverhältnissen durch Anstellung bei Trägerorganisationen
Allgemeine Forderungen:
- Ausbau des Angebots an ambulanten Diensten und eines leistbaren Stundenangebots für Pflegebedürftige
- Sicherstellung einer nachhaltigen Finanzierbarkeit unseres Pflege- und Betreuungssystems über das Jahr 2014 hinaus
Kontakt
Frau MMag.a Dr.in Eva Stöckl
Tel: (0662) 8687-414
Mail: eva.stoeckl@ak-salzburg.at
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