Plastikgeld im Urlaub kann teuer kommen!
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Grundsätzlich ist man mit einer Bankomat- oder Kreditkarte immer „flüssig“. Aber Achtung: Beim Zahlen und Einkaufen sind die Spesen in Urlaubsländern verschieden hoch. In Euro-Ländern kommt man mit der Bankomat-Karte am besten weg. Für die Kreditkarte gilt: Nur Einkaufen im Euro-Raum ist spesenfrei. Wer mit der Kreditkarte Geld abhebt – egal wo – zahlt immer hohe Spesen.
Bankomatkarte am günstigsten
Wer im Euro-Raum Urlaub macht, kommt mit der Bankomatkarte am besten weg: keine Spesen beim Geld abheben oder Zahlen. Es kann eventuell beim Girokonto eine Zeilengebühr anfallen, je nach Kontomodell.
Wer außerhalb des Euro-Raumes Geld mit der Maestro-Karte abhebt, hat Gebühren von 0,75 Prozent plus 1,82 Euro. Zahlen mit der Maestro-Karte in Nicht-Euro-Ländern kostet 0,75 Prozent plus 1,09 Euro.
Beispiel
Wer 100 Euro in der Türkei mit der Bankomatkarte abhebt, hat Spesen von 2,57 Euro. 100 Euro in der Türkei bezahlen mit der Karte, kostet 1,84 Euro an Spesen.
4 Kreditkartenfirmen am Prüfstand
Die AK hat im Mai auch die Konditionen von vier Kreditkartenfirmen geprüft: American Express, Card Complete (VISA und MasterCard), Diners Club, PayLife (VISA und MasterCard). Alle Anbieter haben ein umfangreiches Kartenangebot mit und ohne Versicherungsschutz, manchmal gibt es auch günstigere oder kostenlose Zusatzkarten. Das Angebot ist breit gefächert und geht von einer einfachen Karte ab einer Jahresgebühr von 18,17 Euro bis hin zu Karten mit Versicherungsschutz, etwa für das Reisegepäck.
Kreditkarte: spesenfrei nur im Euroraum
Wer mit einer Kreditkarte in Euro-Ländern einkauft, zahlt keine Spesen. Wer in Nicht-Euro-Ländern damit zahlt, muss mit Manipulationsgebühren von ein bis zwei Prozent rechnen.
Teuer: Geldabheben mit Kreditkarte
Achtung: Geld abheben mit der Kreditkarte kommt teuer. Im Euro-Raum fallen drei Prozent Spesen an, mindestens aber 2,50 bis vier Euro. Wer im Nicht-Euro-Raum Geld abhebt, zahlt zusätzlich zu den drei Prozent Gebühren noch eine Manipulationsgebühr von bis zu zwei Prozent.
Beispiel
Wer 100 Euro in der Türkei mit der Kreditkarte beim Geldautomaten abhebt, zahlt bis zu 5,50 Euro Spesen (Diners Club). Wer 100 Euro mit der Kreditkarte in der Türkei bezahlt, muss mit bis zu zwei Euro Spesen (American Express) rechnen.
Card Complete und PayLife bieten auch sogenannte Prepaid-Karten an. Sie müssen mit einem Guthaben aufgeladen werden, etwa durch Bareinzahlung oder Überweisung. Die Gebühren fürs Aufladen machen null bis ein Prozent aus. PayLife verrechnet bei der Maestro Traveller Karte keine Jahresgebühr, bei den anderen drei Karten einmalige Kosten. Card Complete hat eine Prepaid Karte mit einer monatlichen Gebühr von 1,50 Euro (VISA Prepaid flat). Spesen können beim Einkaufen und Zahlen sowohl im Euro- als auch im Nicht-Euro-Raum anfallen.
Tipps, damit Sie nicht draufzahlen
- Nutzen Sie im Euro-Raum die Bankomatkarte – keine Spesen beim Zahlen und Geld abheben!
- Fragen Sie bei Kreditkarten immer nach, welche Spesen anfallen können.
- Achten Sie bei Kreditkarten auf den Versicherungsschutz. Er kann je nach Karte unterschiedlich sein.
- Kontrollieren Sie Ihre Monatsabrechnungen. Bei strittigen Umsätzen informieren Sie sofort die Kreditkartenfirma. Erheben Sie gegebenenfalls schriftlichen Einspruch.
- Beachten Sie, dass es zu Kursschwankungen kommen kann in Nicht-Euro-Ländern. Der Wechselkurs kann am „Zahltag“ ein anderer sein, als am späteren Abbuchungstag.
- Bewahren Sie Ihre Plastikkarten sorgfältig auf. Schreiben Sie den Pin-Code nicht auf.
- Karte weg? Lassen Sie die Karte sofort sperren. Machen Sie auch eine Anzeige bei der Polizei.
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