Pongauer Arbeitsmarkt
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Im Pongau geht es zwar grundsätzlich aufwärts, doch noch bleibt viel zu tun: Die Arbeitslosigkeit ist im heurigen März nur um +0,4 Prozent gestiegen, liegt aber mit 2.009 Betroffenen (inkl. Schulungsteilnehmer) noch immer deutlich (um 46,2 Prozent) über dem Niveau vor der Wirtschaftskrise. AK-Präsident Siegfried Pichler: „Die Bemühungen im Pongau, gerade auch im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung, tragen erste Früchte. Doch um die Krise vor allem nachhaltig überwinden zu können, müssen weiterhin alle Anstrengungen unternommen werden – politisch, wirtschaftlich und im Bildungsbereich. Mit unserer Bildungsoffensive sind wir auf dem richtigen Weg und bieten den Menschen im Pongau attraktive, moderne Weiterbildungsmöglichkeiten!“
- Dynamik im Pongau stärker als im Landesdruchschnitt
- Bildung und Weiterbildung als Katalysator für eine bessere Zukunft
Es geht vorwärts - wichtige Motoren bleiben Bildung und Weiterbildung
Nach dem stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung 2009 mit -3,9 Prozent, erreichte das Wachstum im Bundesland Salzburg laut Wirtschaftsforschungsinstitut 2010 wieder zwei Prozent. Mit 234.904 gab es 2010 sogar erstmals wieder geringfügig mehr Beschäftigte als im Rekordjahr 2008.
Die Zahl der Arbeitslosen liegt aber nach wie vor deutlich höher. 11.480 Salzburger sind ohne Arbeit: 1.721 Personen oder 17,6 Prozent mehr als 2008. Dazu kommen noch Schulungsmaßnahmen, die mit plus 56,7 Prozent oder 1.100 zusätzlichen Teilnehmern ebenfalls deutlich häufiger in Anspruch genommen werde müssen. Die Arbeitslosigkeit liegt immer noch um rund ein Viertel höher als vor der Krise.
Dynamik im Pongau stärker als im Landesdruchschnitt
Die aktuelle Arbeitsmarktsituation im Pongau entspricht dem Trend des gesamten Bundeslandes. Was allerdings die Wirtschaftsdynamik betrifft, so liegt der Bezirk bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze ganz vorn im Landesranking: trotz der Krise sind seit 2005 im Pongau 2.746 (+9,4 Prozent) neue Arbeitsplätze entstanden. Damit liegt der Bezirk deutlich über der landesdurchschnittlichen Entwicklung (+7,1 Prozent) in diesem Zeitraum und belegt nach dem Pinzgau Platz zwei.
- Arbeitslosigkeit im Pongau:
Im März kam es heuer gegenüber dem März 2010 zu einem leichten Zuwachs der Arbeitslosigkeit von +0,4 % (+6 Betroffene). Damit sind zurzeit 1.648 Personen im Pongau arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Höchststand der Arbeitslosigkeit im März 2009 kam es aber zu einem Rückgang von -10,4 % bzw. -191 Personen. Dennoch: die Arbeitslosenzahlen im Pongau liegen derzeit noch immer um +46,2 % (+521 Personen) über dem Niveau von vor der Krise im März 2008.
- Beschäftigung im Pongau:
Gegenüber Sommer 2009 kam es 2010 im Pongau zu einem Arbeitsplatzzuwachs von +897 Stellen bzw. +2,9 Prozent. Die Stützen des Pongauer Arbeitsmarktes sind nach wie vor Industrie und Gewerbe, Fremdenverkehr, Handel und die Bauwirtschaft. Nicht zu übersehen ist im Pongau der Gesundheits- und Sozialbereich als Arbeitgeber. (Details zu den Branchen siehe Anhang)
- Einkommen im Pongau: Das durchschnittliche Nettoeinkommen in Salzburg lag 2009 bei 1.326 Euro (14 mal pro Jahr), die Pongauer Einkommen liegen abgeschlagen auf dem vorletzten Platz mit 1.158 Euro, schlechter wird nur noch im Pinzgau verdient.
Bildung und Weiterbildung als Katalysator für eine bessere Zukunft
Ein zukunftsweisender Schwerpunkt ist für die Arbeiterkammer die Aus- und Weiterbildung, denn, so AK-Präsident Siegfried Pichler: „Wissen und Kompetenz, lebenslanges Lernen sind die Ressourcen der Zukunft“. Deshalb gibt die AK Salzburg im Schnitt 15 Prozent ihres Budgets – fast drei Millionen Euro – für Bildung aus und startete in den vergangenen Jahren eine Bildungsoffensive.
Siegfried Pichler: „Aus- und Weiterbildung sind für den Beruf wichtig. Aber Bildung ist auch ein soziales Kapital und unabdingbar, um die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu meisten. Sie ermöglicht die Teilhabe an kulturellen und sozialen Entwicklungen, ja an gesellschaftlichem Fortschritt an sich. Unser Gast, Tsoggerel Bayanjav, ist zwar ganz und gar kein Durchschnittsbeispiel, seine beeindruckende Geschichte aber untermauert mein Credo: Bildung ist der Katalysator für eine bessere Zukunft, überall auf der Welt – und natürlich auch bei uns!“
AK engagiert sich im Bildungsbereich - für die Menschen
Die AK Salzburg investiere, so Pichler, daher bewusst und nachhaltig in die Weiterbildung der Salzburger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, „in Wort und Tat und finanziell“. Sie leistet einen wichtigen Beitrag durch die Grundlagenarbeit in der AK und in politischen Gremien, durch das Berufsförderungsinstitut (BFI), die Fachhochschule (FH) in Urstein, das Technische Ausbildungszentrum (TAZ) in Mitterberghütten und ihr Engagement für die „Lehre mit Matura“ und vieles mehr.
Und die AK Salzburg bietet den Menschen, viele Gelegenheiten, sich individuell, maßgeschneidert und kostengünstig beraten und fortbilden zu lassen. Auch für den Pongau hat die AK – vielfach in Kooperation mit Partnern – zu den bestehenden Angeboten ein neues, effizientes Bildungspaket geschnürt.
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Infobox
Downloads
- Einkommen und Arbeitsmarkt 2011 (pdf /52kb)
- Arbeitslosigkeit im Pongau 2011 (pdf/53kb)
- Neue Bildungsangebote Pongau (pdf/48kb)

