Sparpaket mit Hirn und vor allem Herz

So also sieht es aus, wenn christlich-soziale Politiker Geld für den Budgettopf suchen! Von sozial ist da wenig spürbar: Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, soll die Rente geschmälert werden! „Denn nichts anderes als real weniger Geld im Börsl bedeutet es für unsere Pensionisten, wenn Vizekanzler Michael Spindelegger eine Nullrunde bei den Pensionen verlangt!“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler und appelliert an die Sparpakets-Verhandler: „Verliert die Menschlichkeit nicht aus den Augen!."

ÖVP-Mann Michael Spindelegger ist mit seiner Idee vorgeprescht: für Pensionisten soll es eine Nullrunde geben. „Das ist keine Politik mit Hirn und Herz“, kritisiert Pichler. Auch die beiden Entwürfe, die offenbar hinter verschlossenen Türen besprochen werden, sind für den AK-Präsidenten und Gewerkschafter indiskutabel: ein Prozent oder 1,7 Prozent Erhöhung - je nach Modell – bedeuten starke Einbußen für die Pensionisten. „Der Pensionistenpreisindex für 2011 liegt bei 3,4 Prozent, nimmt man den Mini-Warenkorb der Güter des täglichen Bedarfs beträgt diese tatsächlich erlebte Inflation 6,7 Prozent!“, rechnet Pichler vor.

„Eine willkürlich gezogene Grenze von 1.000 Euro ist eigenartig. Auch mit einer Pension von 1.200 Euro ist die Herausforderung groß, damit auszukommen. Bei all diesen Varianten verliert ein Bezieher solch einer kleinen Pension bis zu 5 Prozent an Kaufkraft“, so der AK-Präsident.

Die Pensionisten, von denen es den meisten ohnehin nicht rosig geht, stünden nach diesen Sparpaktes-Ideen materiell noch schlechter da. „Das hat sich niemand verdient, der ein Lebtag lang mit seiner Arbeit dafür gesorgt hat, dass dieses Land für seine Bewohner lebenswert ist!“, sagt Pichler.

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