Was tun gegen Einkommensungerechtigkeit im Betrieb?
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Möglichkeiten der Umsetzung von Einkommensgerechtigkeit im Betrieb.
30 Jahre nach Einführung des österreichischen Gleichbehandlungsgesetzes verdienen Salzburger Arbeitnehmerinnen noch immer um 33,5 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Auch wenn man die Teilzeitarbeit unberücksichtigt lässt, liegt der Einkommensunterschied noch bei 28,5 Prozent. Und die Einkommensschere zwischen den Geschlechtern öffnet sich von Jahr zu Jahr weiter.
Weil die betrieblichen Einkommen nicht offengelegt werden, wissen weibliche Beschäftigte oft nicht, dass sie bei gleicher oder gleichwertiger Leistung schlechter eingestuft sind, weniger Zulagen bekommen und weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Betriebe selbst haben wenig Unrechtsbewusstsein und setzen so die Einkommensdiskriminierung fort.
Die Betriebsratskörperschaft hat das Recht der Einsichtnahme, aber die Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, die geschlechtsspezifische Lohnentwicklung im Betrieb darzustellen, geschweige Einstufungen, Verwendungsgruppen oder Zulagen nach Geschlecht aufzuschlüsseln. Die BetriebsratskollegInnen müssen sich alleine im Dschungel der Lohn- und Gehaltslisten zurechtfinden und sie brauchen Werkzeuge, die ihnen dabei helfen, offene und versteckte Diskriminierungen zu durchschauen und abzustellen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Blick geschärft für das Alltägliche, so Normale und doch so Ungerechte und Frustrierende. Wir wollten zeigen, welche rechtlichen Möglichkeiten uns Arbeitsverfassungs- und Gleichbehandlungsgesetz in die Hand geben und was darüber hinaus strategisch zum Überbrücken der Lohnschere im Betrieb noch möglich sein kann.
In der Veranstaltung wurden Antworten gegeben auf die oft unwiderlegbar erscheinenden Argumente der Vorgesetzten und anhand von Praxisbeispielen wurde miteinander herausgefunden, wie man die unterschiedlichen Formen von Diskriminierung schneller erkennen und ihnen letztlich auch durch erfolgreiches Verhandeln zu Leibe rücken kann.
Jenen, die die Veranstaltung nicht besuchen konnten, können die Dokumente im download Hilfe und Unterstützung sein.
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Infobox
Downloads
- Checkliste für Kollektivverträge (pdf/362kb)
- Indikatoren für geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede (pdf/345kb)
- Vortrag Dr. Robert Priewasser (ppt/310kb)
- Gleicher Lohn - Gleichbehandlungsanwaltschaft (ppt/440kb)
- Vortrag Mag. Monika Groser (word/30kb)
- Modell zur Bekämpfung Gender Pay Gap (word/150kb)

