Die Christbäume kosten in Salzburg heuer doppelt soviel wie vor 7 Jahren

Gerade zur Weihnachtszeit verzweifeln viele Salzburger beim Blick ins Geldbörsel. Auf Schritt und Tritt spüren sie die Teuerung. Jedes noch so kleine Beispiel beweist das: Während seit 2004 im Schnitt alles um rund 15 Prozent teurer wurde, stiegen die Preise für Christbäume um 100 Prozent an!

Tester der Arbeiterkammer Salzburg haben in der Vorweihnachtszeit bei 36 Märkten die Preise für Christbäume erhoben. Geachtet wurde auch auf die Herkunft, Nebenkosten und Preisauszeichnung. Erhoben wurde in der Stadt Salzburg, im Flachgau und Tennengau bis Hallein. Zusätzlich wurden noch bei vier Einrichtungshäuser und drei Baumärkten die Preise für Christbaumschmuck, Christbaumständer und Beleuchtung erhoben. Somit konnten auch die Kosten eines vollständig aufgeputzten Christbaums berechnet werden.

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Große Preisunterschiede

Augenscheinlichstes Ergebnis: Die Preisunterschiede sind beachtlich. Bis zu 48 Euro Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Angebot wurden beim gängigsten Christbaum, der Nordmanntanne, gefunden! Ein Preisvergleich lohnt sich daher.
In der Stadt sind die Christbäume am teuersten. Dies hängt sicherlich auch mit den höhern Standmieten zusammen. Im Schnitt waren die Bäume in den Umlandgemeinden zwischen 14 und 17 Prozent billiger zu haben. Je nach Größe kann man sich dadurch im Schnitt zwischen vier und neun Euro ersparen.

Ob sich jedoch eine Extratour in Umlandgemeinden bei den Spritpreisen auszahlt und man sich auch die Zeit dafür nimmt, muss man sich genau überlegen.

Preise stiegen um 100 Prozent

Die letzte Erhebung der Arbeiterkammer Salzburg liegt bereits 8 Jahre zurück. Auch damals wurden die Preise für die Nordmanntanne erhoben.
Die Preise gingen stark nach oben. So muss man heute im Schnitt rund das Doppelte für eine Nordmanntanne bezahlen. Also eine Steigerung um 100 Prozent!

Die Nebenkosten dagegen sind zum Glück nicht derart explodiert, sie sind so gut wie gleich geblieben. So kostet das Einnetzen in sieben betrieben 1 Euro, in 13 Betrieben 1,10 Euro in einem Betrieb zwei Euro. In 15 Betrieben wird es gratis gemacht. 21 Händler spitzen den Baum gratis zu, sechs verlangen einen Euro, neun machen es gar nicht.

Das erhoben die AK-Tester:

  • bis 1 Meter: Durchschnittspreis 22,02 €; Teuerste Tanne: 33 €, Billigste Tanne: 12,95 €.
  • bis 1,5 Meter: Durchschnittspreis 29,21; Teuerste Tanne: 52 €, Billigste Tanne: 17 €.
  • bis 2 Meter: Durchschnittspreis 36,61; Teuerste Tanne: 54 €, Billigste Tanne: 23,90 €.
  • bis 2,5 Meter: Durchschnittspreis 48,02; Teuerste Tanne: 82 €, Billigste Tanne: 34 €.
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Aufgeputzter Baum im Schnitt um 145 Euro

Auch beim Christbaumschmuck gibt es große Preisunterschiede. Speziell bei den Weihnachtskugeln kann man sich viel Geld sparen wenn man sie im Set kauft.
Die AK hat die Kosten für einen aufgeputzten Christbaum berechnet:

Der Test-Baum ist zwei Meter hoch, wird mit 20 Kugeln behängt und mit LED- Beleuchtung beziehungsweise Wachskerzen ausgestattet. Dazu noch ein Christbaumspitz, Girlanden und Süßigkeiten. Nicht zu vergessen der Christbaumständer, der sogar teurer sein kann als der Baum.

  • Ein solch aufgeputzter Baum kostet im Schnitt: 145 Euro.
  • Wählt man überall die günstigsten Varianten (dann aber mit Wachskerzen) verringern sich die Kosten auf 70 Euro.
  • Wenn man nur auf das Teuerste geht, so würde ein solcher Baum 255 Euro kosten.
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