Zufriedenheit der Salzburger Lehrlinge sinkt mit Dauer der Lehrzeit
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Die Mehrzahl der Salzburger Lehrlinge ist mit ihrer Arbeitssituation zufrieden, allerdings nimmt die Begeisterung deutlich ab, je länger die Lehrzeit dauert. Das besagt der erstmals von AK und ÖGB erhobene Arbeitsklima-Index für Lehrlinge. Als negativ werden etwa die Einkommensschere zwischen typisch männlichen und klassischen weiblichen Lehrberufen oder ungesetzliche Überstunden empfunden. „Aber vor allem wegen mangelnden Aus- und Weiterbildungschancen sind viele Lehrlinge unzufrieden“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler, „deshalb unternehmen wir alles, um die kostenlose Berufsreifeprüfung allen jungen Menschen zu ermöglichen.“
- Knapp ein Fünftel nicht zufrieden
- Schlaglichter aus dem Index
- Einige Ergebnisse im Detail
- Erkenntnisse und Resümee
- Was ist der Arbeitsklima-Index?
Knapp ein Fünftel nicht zufrieden
Der Arbeitsklimaindex der Salzburger Lehrlinge liegt im Durchschnitt bei 105 Indexpunkten. Dieses Ergebnis zeigt, dass die Mehrzahl der Auszubildenden mit ihrer Lehrsituation weitgehend zufrieden ist. Insgesamt deklarieren sich 77 Prozent mit ihrer Tätigkeit als sehr, bzw. eher zufrieden. Knapp mehr als ein Fünftel (23 Prozent) allerdings ist mit der Ausbildungssituation nicht zufrieden. Je näher das Ende der Lehrzeit rückt, desto steiler fällt der Zufriedenheitswert ab.
Eine Ursache für die Unzufriedenheit ist die sich bereits während der Lehre abzeichnende Einkommensschere zwischen männlichen und weiblichen Lehrlingen – im Schnitt 85 Euro pro Monat. Den meisten Unmut unter Salzburgs Lehrlingen verursachen die als unterdurchschnittlich empfundenen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. „Eine unserer Antworten darauf ist die kostenlose Berufsmatura, die zwei Probleme bekämpfen soll“, so Pichler, „zum einen werden die Jugendlichen am Arbeitsmarkt konkurrenzfähiger und zum anderen ist die kostenlose Lehre mit Matura ein wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die sozialen Ungleichheiten in unserem Bildungssystem.“
- 78 Prozent der Jugendlichen geben an, Überstunden zu leisten
- 26 Prozent der unter 18-Jährigen geben an, häufig ungesetzliche Überstunden machen zu müssen
- für 48 Prozent gibt es im Betrieb zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen (Schulungen, Kurse, Seminare); je größer der Betrieb, umso eher ist ein Zusatzangebot vorhanden
- nur etwas über 50 Prozent geben an, regelmäßig von ihrem Ausbildner betreut zu werden
- Mädchen sind mit ihrer Ausbildungssituation unzufriedener als Burschen
- Der Arbeitsklimaindex sinkt im Lauf der Lehrzeit massiv
- 74 Prozent der befragten Lehrlinge zeigen großes Interesse an der Lehre mit Matura
- Das tätigkeitsbezogene Wohlbefinden von Lehrlingen weist je nach Branche große Unterschiede auf
- Nur knapp die Hälfte (48 Prozent) würde sich auf jeden Fall wieder für den gleichen Lehrberuf entscheiden – 13 Prozent würde auf gar keinen Fall mehr den gleichen Beruf ergreifen
- Lehrlinge in Betrieben mit Betriebsrat und/oder Jugendvertrauensrat sind bedeutend zufriedener als jene, in denen eine betriebliche Interessensvertretung fehlt
Lehrlinge als billige Hilfskraft?
78 Prozent der Jugendlichen geben an, Überstunden zu leisten. „Davon leistet rund die Hälfte gelegentlich Überstunden, 28 Prozent aber häufig“, berichtet AK-Expertin und Studienautorin Hilla Lindhuber, „auffällig dabei ist, dass Lehrlinge laut unserer Befragung quer durch alle Altersstufen in einem ähnlichen Ausmaß Überstunden leisten, obwohl die Leistung von Überstunden für unter 18-Jährige eigentlich verboten ist“. Die meisten Überstunden fallen in den Branchen Tourismus/Gastgewerbe/Hotellerie sowie Lebens- und Genussmittel/Ernährung (Bäcker, Konditor) an.
Jeder vierte Lehrling unter 18 macht häufig, jeder Zweite gelegentlich Überstunden
50 Prozent der unter 18-Jährigen geben an, gelegentlich Überstunden leisten zu müssen, 26 Prozent häufig. Folgende Branchen scheinen es nicht allzu genau mit den Schutzbestimmungen für Jugendliche zu nehmen:
- Lebens- und Genussmittel/Ernährung: 55 Prozent machen häufig, 40 Prozent gelegentlich Überstunden
- Bauwesen/Architektur/Gebäudetechnik: 44,4 Prozent häufig, 48,1 Prozent gelegentlich
- Tourismus: 40,5 Prozent häufig, 35,1 Prozent gelegentlich
Für Salzburgs AK-Präsidenten Pichler besteht Handlungsbedarf: „Das ist ungesetzlich, wir fordern nachdrücklich die Schaffung von Jugend- und Lehrlingsinspektoraten, damit die Schutzbestimmungen überwacht werden und die schwarzen Schafe unter den Dienstgebern bestraft werden“.
„Dieses Lehrlingsinspektorat muss eigenständig arbeiten und darf nicht in Verbindung mit der Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer stehen“, ergänzt Florian Hohenauer, Landesvorsitzender der Gewerkschaftsjugend. „Wir werden auch ganz genau beobachten, ob die Schutzbestimmungen im Hinblick auf die neuen Öffnungszeiten bis 21.00 Uhr, wie ab November etwa im Europark und bei IKEA, auf Punkt und Komma eingehalten werden“, so Hohenauer weiter, „denn laut Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungs-Gesetz (KJBG) dürfen Jugendliche nach 20.00 Uhr nicht beschäftigt werden.“
Defizite bei Ausbildungsplänen
Defizite werden auch bei weiteren Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige Ausbildung sichtbar: Rund 40 Prozent geben an, dass es in ihrem Unternehmen keine Ausbildungspläne gibt, die die inhaltlichen und zeitlichen Abläufe der Lehrausbildung festlegen, nur für 48 Prozent gibt es im Betrieb zusätzliche Ausbildungsmaßnahmen wie Schulungen, Kurse oder Seminare.
Und: nur etwas über 50 Prozent geben an, regelmäßig von ihrem Ausbildner betreut zu werden. „Diese Umfrageergebnisse zeigen, dass wir mit unseren Forderungen nach Maßnahmen, die die Ausbildungsqualität in den Betrieben sichern, richtig liegen“, bekräftigt Pichler.
Nach Meinung der ÖGJ sind hier die Betriebe stärker in die Pflicht zu nehmen: „Betriebe müssen für die regelmäßige Aus- und Weiterbildungen ihrer Lehrlinge sorgen. Diese Bildungsmaßnahmen sind in der Arbeitszeit und auf Kosten der Arbeitgeber abzuhalten“, stellt Hohenauer klar.
Arbeitsklimaindex nach Branchen - EDV Tip, Lebensmittelbranche Flop
Das tätigkeitsbezogene Wohlbefinden von Lehrlingen weist je nach Branche große Unterschiede auf. Lehrlinge im Bereich Elektrotechnik/Elektronik/Info- und Kommunikationstechnik/EDV mit 112 Indexpunkten sowie die Lehrlinge im käufmännischen Bereich erreichen mit 111 Indexpunkten die besten Werte. Einen vergleichsweise sehr schlechten Arbeitsklimaindex weisen hingegegen Auszubildende in den Branchen Lebens- und Genussmittel/Ernährung (95 Indexpunkte) auf.
Was die Zufriedenheiten und Belastungen betrifft, ergibt der Arbeitsklima-Index je nach Branche unterschiedliche Angaben. So fühlen sich Lehrlinge im Bauwesen durch schlechte Gesundheitsbedingungen und Überstunden zwar stark belastet, schätzen aber andererseits ihre Karriere- und Arbeitsmarktchancen als sehr gut ein.
Am schlechtesten schneiden die Branchen Lebens-und Genussmittel/Ernährung sowie Land- und Forstwirtschaft ab. „Neben fehlenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten beklagen sich die Lehrlinge hauptsächlich über mangelndes Mitsprache- und Mitbestimmungsrecht bei Arbeitsabläufen sowie über das schlechte Einkommen“, erklärt Studienautorin Hilla Lindhuber.
In dieselbe Kerbe schlägt Jugendgewerkschafts-Vorsitzender Hohenauer: „Wir haben im Rahmen unserer letzten ÖGJ-Konferenz nachdrücklich die Einführung von generellen Mindestlehrlingsentschädigungen auf kollektivvertraglicher Ebene gefordert, ähnlich wie die Sozialpartnereinigung beim 1.000 Euro-Mindestlohn“.
Wenig berühmt auch die Lehrlings-Stimmung im Handel und im Tourismus. Überstunden, ein hohes wöchentliches Stundenausmaß an Hilfstätigkeiten, wenig Berücksichtigung der individuellen Wünsche bei der Arbeitszeitgestaltung oder Urlaubsplanung und damit eine schlechte Vereinbarkeit von Beruf und privaten Interessen drücken auf die Stimmung. „Kein Wunder, dass es soviele freie Lehrstellen im Gastgewerbe und im Tourismus gibt, die Lehre im Fremdenverkehr muss einfacher attraktiver werden“, fordert AK-Präsident Siegfried Pichler.
Arbeitsklimaindex nach Geschlecht - Mädchen unzufriedener als Burschen
Der Arbeitsklima-Index von weiblichen Lehrlingen liegt mit 103 Punkten deutlich unter dem Indexwert männlicher Lehrlinge mit 106. Ein wesentlicher Grund dafür ist der hohe Anteil an weiblichen Lehrlingen in den Branchen Tourismus und Handel, in denen der Arbeitsklimaindex bei 102, bzw. 103 Indexpunkten liegt.
26 Prozent der Mädchen machen eine Lehre im Handel, 23 Prozent einen Lehrberuf in der Berufsgruppe kaufmännischer Bereich/Finanzwesen, 14 Prozent in Branchen von Gesundheit/Medizin/Pflege/Körperpflege/Schönheit, zu dem der Beruf der Friseurin zählt, sowie 18 Prozent eine Lehre im Tourismus als Ausbildung gewählt. Mädchen konzentrieren sich also in ihrer Berufswahl noch immer auf wenige Berufe. „Unsere Erhebung zum Arbeitsklimaindex Lehrlinge spiegelt genau diese Konzentration auf typische Frauenberufe wieder“, sagt Pichler, „das bestätigt auch die Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer“.
Vergleicht man diese Ergebnisse mit den Ergebnissen einer Studie, die die AK vor knapp 10 Jahren zur Ausbildungssituation von Lehrlingen in Auftrag gegeben hat, so scheint sich kaum etwas geändert. Die Ergebnisse sind sich sowohl hinsichtlich der Rahmenbedingungen der Ausbildung (Art der Behandlung im Betrieb und Arbeitszeit) als auch hinsichtlich der Ausbildungsqualität ähnlich. Die Problembranchen sind die gleichen geblieben, auch hinsichtlich der Ausbildungssituation und –zufriedenheit von Mädchen hat sich wenig geändert.
„Offenbar haben Mädchen nach wie vor Scheu davor, sich für Berufe abseits der gängigen typischen Frauenberufe zu entscheiden“, vermutet Pichler, „eine umfassende Berufsorientierung bereits ab der 5. Schulstufe wäre daher im Sinne der Chancengleichheit von Mädchen unbedingt notwendig.“
Erkenntnisse und Resümee
Enthusiasmus zu Beginn der Lehre, Skepsis im letzten Lehrjahr
Was für AK-Expertin Hilla Lindhuber auffällig ist, ist die Tatsache, dass der Arbeitsklimaindex im Lauf der Lehrzeit massiv sinkt: Während der Wert im ersten Lehrjahr bei 110 Indexpunkten liegt und damit eine hohe Zufriedenheit zeigt, weisen Lehrlinge im 3. Lehrjahr nur noch einen Arbeitsklimaindex von 99 Punkten auf. „Vor allem die Zufriedenheit mit den Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie den Weiterbildungsmöglichkeiten geht im Laufe der Lehrdauer dramatisch zurück“, berichtet Lindhuber, „Lehrlinge haben häufig das Gefühl, beruflich nicht mehr weiterzukommen“.
AK-Präsident Pichler: „Wir fordern hier mehr Durchlässigkeit und Flexibilität hin zu sogenannten Flächenberufen, das heisst, der Umstieg auf einen anderen Lehrberuf muss einfacher werden, indem bisherige Lehrzeiten an der neuen Ausbildungsstelle angerechnet werden“.
Laut Arbeitsklima-Index würde sich nur knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten auf jeden Fall wieder für den gleichen Lehrberuf entscheiden. Korrelierend mit den Ergebnissen aus dem Arbeitsklimaindex ist der Anteil bei männlichen Lehrlingen höher als bei den Mädchen. 25 Prozent der Befragten würden nicht mehr im gleichen Betrieb anfangen, 13 Prozent würden nicht mehr den gleichen Beruf ergreifen wollen. 20 Prozent planen einen vollständigen Wechsel des Berufes, wobei auch hier der Anteil bei den weiblichen Lehrlingen höher ist. Dementsprechend groß sei das Interesse an der Berufsmatura, so Lindhuber weiter.
Drei Viertel der Lehrlinge an Berufsmatura interessiert
Laut Befragungsergebnissen zeigen 74 Prozent der befragten Lehrlinge großes Interesse: Ein relativ hoher Anteil, nämlich 34 Prozent möchte die Berufsmatura unbedingt machen. Ein Thema, das AK-Präsident Pichler seit langem unter den Nägeln brennt. „Mit der gesetzlichen Neuregelung der Berufsreifeprüfung durch Bildungsministerin Schmid wurde im Frühjahr dieses Jahres endlich die Möglichkeit geschaffen, dass Lehrlinge während der Lehre kostenlos die Berufsreifeprüfung machen können. Wir kämpfen jetzt dafür, dass die mit der Regierung ebenfalls vereinbarte Unterstützung der Berufsreifeprüfung nach oder außerhalb der Lehre nicht in Vergessenheit gerät“.
Sozialpartner unterstützen Lehre mit Matura
AK-Präsident Pichler verweist in diesem Zusammenhang auch auf den Lehrlingsförderungsverein Salzburg: „Wir haben gemeinsam mit der Wirtschaftskammer am 19. September den „Lehrlingsförderungsverein Salzburg“ gegründet, der unter anderem als Träger der Lehre mit Matura dienen wird und die administrative Abwicklung der Förderungen durchführen wird.
So wie wird die bereits sehr erfolgreiche und bewährte Bildungskooperation der Sozialpartner wie bei der gemeinsamen Trägerschaft in der Fachhochschule damit auch im Bereich der Lehre vertieft und fortgesetzt“. Die Lehre mit Matura wird in Salzburg in Kooperation zwischen den bewährten Erwachsenenbildungseinrichtungen BFI der Arbeiterkammer, WIFI der Wirtschaftskammer sowie der Volkshochschule angeboten.
ÖGJ will kollektiv-vertraglich festgelegte Mindest-Lehrlingsentschädigung
Hohenauer verweist in diesem Zusammenhang auf eine Initiative der YOULA (Young Ladies der Salzburger Gewerkschaftsjugend), die sich zum Ziel setzt, die Einkommensgerechtigkeit zwischen männlichen und weiblichen Lehrlingen zu fördern. „Bereits bei der Lehrlingsentschädigung gibt es krasse Unterschiede zwischen den Geschlechtern“, kritisiert der ÖGJ-Landesvorsitzende.
So verdient zum Beispiel eine Friseurin im ersten Lehrjahr Euro 317, ein KFZ- Mechaniker hingegen 460,22 Euro. Im dritten Lehrjahr muss ein Friseurlehrling mit 579 Euro monatlich das Auslangen finden, während ein KFZ-Mechaniker bereits Euro 830,32 nach Hause trägt.
„Durch diese gravierende Benachteiligung bei den Lehrlingsentschädigungen befinden sich gerade junge Frauen in einer besonders schlechten Ausgangssituation, um sich eine eigene Existenz aufbauen zu können“, meint Hohenauer, „deshalb wollen wir bei der heurigen Landeskonferenz des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) am 11. Oktober, diese wichtige Initiative in Form eines eigenen Antrags einbringen“. Diese Mindestlehrlingsentschädigung soll im ersten Lehrjahr 400 Euro, im zweiten Lehrjahr 500, im dritten Lehrjahr 650 und im vierten Lehrjahr 750 Euro betragen.
Betriebliche Interessenvertretung steigert Zufriedenheit
Was durch die Befragung ebenfalls deutlich wird: Es gibt einen direkten Zusammenhang zwischen tätigkeitsbezogenem Wohlbefinden und dem Vorhandensein eines Betriebsrats (BR) oder Jugendvertrauensrats (JVR). „Bei der Auswertung der Fragebögen haben wir gesehen, dass Lehrlinge in Betrieben mit BR oder JVR bedeutend zufriedener sind als jene, in denen jegliche Form von betrieblicher Interessensvertretung fehlt“, so Studienautorin Lindhuber.
Für die Salzburger Gewerkschaftsjugend ein klarer Beweis, dass das System der Jugendvertrauensräte weiter ausgebaut werden muss: „Das Um und Auf beim Mitspracherecht Jugendlicher ist, dass Lehrlinge so die Möglichkeit haben, ihre Probleme und Sorgen einer Vertrauensperson in ihrem Alter anzuvertrauen“, erklärt Florian Hohenauer, „deshalb sind in allen Betrieben wo dies möglich ist, also bereits ab fünf jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unter 18 Jahren, JVR zu wählen“.
Was ist der Arbeitsklima-Index?
Der Arbeitsklima-Index ist ein Stimmungsbarometer, mit dem man das gegenwärtige Arbeitsklima und das Wohlbefinden der Salzburger Arbeitnehmer messen und Trends in der Arbeitswelt erkennen kann. Er wurde von der AK Oberösterreich, IFES und SORA entwickelt und wird seit 1997 regelmäßig erhoben. Doch nicht nur die Stimmung unter allen Salzburger Beschäftigten wird jährlich von der AK erhoben, auch einzelne Branchen werden untersucht.
2006 wurden die Gesundheitsberufe sowie Post- und Telekomangestellte evaluiert. 2007 waren es die Leiharbeitnehmer und Leiharbeiterinnen, im Frühjahr 2008 die Beschäftigten von Banken und Versicherungen und vor kurzem die Lehrlinge. Momentan wird an der Auswertung des Arbeitsklima-Index für Atypisch Beschäftigte, also freie Dienstnehmer und Geringfügig Beschäftigte gearbeitet, deren Ergebnisse Ende 2008 präsentiert werden.
Erstmals Arbeitsklima-Index für Lehrlinge
Zum ersten Mal haben Arbeiterkammer und Gewerkschaftsjugend den Arbeitsklima-Index für Lehrlinge im Bundesland Salzburg erhoben. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Empirische Sozialforschung (IFES) wurden rund 10.320 Lehrlinge in ganz Salzburg befragt. Die Fragebögen konnten sowohl per Postaufgabe als auch online via AK-Jugendplattform www.ak4u.at retourniert werden.
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