Salzburg Airport ist touristische und wirtschaftliche Stütze der Region
Der Salzburger Flughafen ist eine der tragenden Säulen der regionalen Wirtschaft und besonders für den (Winter)-Fremdenverkehr im Zentralraum und den südlichen Regionen. Bei seiner Sitzung am 7. März, brach der AK-Vorstand einhellig eine Lanze für den Salzburg Airport. „Ein Ausgleich zwischen den Anrainern und den Notwendigkeiten des Flughafens ist mit gutem Willen und vereinten Kräften möglich“, sagt AK-Präsident Siegfried Pichler. Ein „Ja“ des AK-Vorstands gab es auch zur Sohlstufe Lehen.
264 Mitarbeiter (gerechnet auf Ganzzeit- und Ganzjahrsarbeitslplätze) sind am Salzburger Flughafen beschäftigt, indirekt hängen am Unternehmen Flughafen weitere 900 Arbeitsplätze, was ein Beschäftigungspotential von fast 1.200 Jobs ergibt. „Der Flughafen wertet als einer der hundert größten Arbeitgeber den Wirtschafts- und Arbeitsmarktstandort qualitativ erheblich auf und ist eine der wesentlichen Stützen der Region“, betont AK-Präsident Siegfried Pichler und mit ihm der AK-Vorstand.
Selbstverständlich ist in diesem Rahmen alles Mögliche und ökonomisch Vertretbare seites des Flughafens zu tun, um die Anrainerbelastung so gering wie möglich zu halten. „Sinnvoll sind etwa Gespräche, um die Entflechtung weg von Wochenendspitzen hin zu einer Verteilung unter der Woche zu erreichen“, so Pichler. „Dabei muss aber die Tourismuswirtschaft ihren Teil dazu beitragen!“
Mehr Passagiere, weniger Flugbewegungen
Die Zahl der Flugbewegungen ist 2006 gegenüber 2005 um mehr als 12 Prozent zurück gegangen, während die Zahl der Flugpassagiere um 19 Prozent gestiegen ist. In der längerfristigen Betrachtung (1995 bis 2005) ist die Zahl der Passagiere um 50 Prozent gestiegen, die Flugbewegungen nur um 4 Prozent. „Das ist ein beeindruckender Beweis für das ökonomische Potential, das der Salzburger Airport als Österreichs größter Bundesländer-Flughafen erbringt“, sagt Pichler.
Ja zum Kraftwerk Sohlstufe Lehen
Auf der Tagesordnung des AK-Vorstands stand ein weiteres aktuelles Salzburger Thema, das betroffene Anrainer auf den Plan ruft: das Kraftwerk Sohlstufe Lehen. Die AK Salzburg spricht sich eindeutig dafür aus. „Ein Stützkraftwerk, das gleichzeitig die bestehende Sohlstufe energetisch nutzt, bedeutet die buchstäblichen zwei Fliegen auf einen Streich“, so Pichler. „Gegen die Eintiefung der Salzach und die Gefahr von Einstürzen der Böschüngen muss ohnehin etwas unternommen werden, der Kraftwerksstandort Lehen – auch wenn er im Stadtgebiet ungewöhnlich anmutet – ist eine gute Lösung. Eine bessere ist nicht in Sicht.“ Voraussetzung sei natürlich, dass alle Behördenverfahren und Gutachten – insbesonder in Richtung Grundwasser- und Hochwasserschutz - positiv ausfallen.
„Energiesparmaßnahmen haben unbestreitbar Priorität“, heißt es im Vorstandsbeschluss, „der sinnvolle Ausbau der heimischen Wasserkraft ist aber auch in Zukunft unabdingbar, erst recht, wenn ein Projekt wie die Sohlstufe Lehen ökonomisch und ökologisch sinnvoll ist!“
Tatsache ist: allein der Zuwachs des Stromverbrauchs in Salzburg in den letzten zehn Jahren entspricht der Leistung eines Salzachkraftwerks. Bis 2015, so die Schätzung von Experten, wird der jährliche Stromverbrauch um 2,4 Prozent steigen.


